AIP – was ist das?

AIP steht für Autoimmun-Paleo. Beim AIP-Protokoll handelt es sich um eine abgewandelte Form der Paleo-Ernährung, vergleichbar mit einer Schonkost für Menschen mit Autoimmunkrankheiten. Es geht darum, den Darm zu heilen und Immunreaktionen zu normalisieren, soweit dies möglich ist. Daher werden Nahrungsmittel, die das Immunsystem und die Darmschleimhäute reizen könnten, vollständig gemieden. Außerdem wird verstärkt auf die Nährstoffdichte der konsumierten Lebensmittel geachtet. Die Ernährung nach dem AIP-Protokoll unterteilt sich in zwei Phasen: die Eliminationsphase, in der alle potentiell allergenen Nahrungsmittel gemieden werden, und die Provokationsphase, in der bestimmte Lebensmittel Schritt für Schritt wieder eingeführt werden. Die Eliminationsphase sollte mindestens 4 Wochen dauern, besser jedoch solange bis die Symptome abgeklungen oder zumindest sehr viel besser geworden sind.

Hier eine kurze Übersicht der zu meidenden Lebensmittel:

  • Gluten und Getreide (Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer, etc.)
  • Sogenannte Pseudogetreide (Reis, Mais, Quinoa, Hirse, etc.)
  • Milch und Milchprodukte
  • Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Paprika einschl. Chili, Cayenne, Peperoni, Tabak)
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, etc.)
  • Soja und Sojaprodukte
  • Hefeextrakt
  • Eier
  • Nüsse und Samen (einschl. der daraus gewonnenen Öle)
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Zucker und Süßstoffe (in der Anfangsphase sollte auch sehr süßes Obst, insbesondere Trockenobst, gemieden werden)
  • Raffinierte Pflanzenöle (Sonnenblumenkernöl, Rapsöl)
  • Alle industriell verarbeiteten Lebensmittel
  • Alle Nahrungsmittel, auf die Du mit Allergien und Unverträglichkeiten reagierst

Dein Speiseplan sollte folgende Lebensmittel umfassen:

  • Gemüse, besonders grünes Blattgemüse
  • Obst in Maßen
  • Fleisch (besonders Lamm, Rind und Wild) und Geflügel – am besten aus Freiland- bzw. Weidehaltung
  • Fisch
  • Innereien
  • Pilze
  • Probiotische und fermentierte Lebensmittel (z.B. selbstgemachtes Sauerkraut)
  • Kokosnussprodukte
  • Gesunde Fette tierischen (Schmalz) und pflanzlichen Ursprungs (Olivenöl, Avocadoöl)
  • Kraftbrühe
  • Stärkehaltiges Gemüse wie z.B. Süßkartoffeln, Yamswurzeln und Kochbananen

Nach der Eliminationsphase können bestimmte Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen wieder eingeführt werden. Hier gilt es, eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten, um den Darm und das Immunsystem nicht übermäßig zu reizen (hierzu später mehr). Hör auf deinen Körper – er wird dir deutlich zeigen, was dir guttut!

Die Informationen auf dieser Webseite werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen keinen medizinischen Rat dar und können einen solchen auch nicht ersetzen. Bei Verdacht auf Erkrankungen oder für Beratungen und/oder Behandlungen sind in jedem Fall ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen zu konsultieren. Für Schäden, die durch die Umsetzung der auf dieser Webseite enthaltenen Informationen entstehen, kann keine Haftung übernommen werden.

Des weiteren wird darauf hingewiesen, dass mit dem Inkrafttreten der Europäischen Health Claims Verordnung u.a. in Deutschland aus rechtlichen Gründen für die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln, und somit auch Nahrungsergänzungsmitteln, nicht geworben werden darf. Für eine tiefergehende Beratung zu entsprechenden Produkten wird ausdrücklich ein Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker bzw. die Konsultation weiterführender Fachliteratur empfohlen.