Frohes neues Jahr und alles Gute! Hast Du Dir auch schon Gedanken dazu gemacht, was Du Dir für das neue Jahr vornimmst, was Du gern erreichen möchtest usw.? Ich liebe es, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und Ziele für das neue Jahr zu setzen. In diesem Jahr möchte ich meinen Heilungsprozess gern weiter vorantreiben. Ich leide z.B. an manchen Tagen noch immer an Morgensteifigkeit in den Fingergelenken. Daher habe ich beschlossen, meine Ernährung weiter umzustellen und eine Weile nach dem AIP-Protokoll zu leben.

AIP steht für Autoimmun-Paleo. Beim AIP-Protokoll handelt es sich um eine abgewandelte Form der Paleo-Ernährung, vergleichbar mit einer Schonkost für Menschen mit Autoimmunkrankheiten. Es geht darum, den Darm zu heilen und Immunreaktionen zu normalisieren, soweit dies möglich ist. Daher werden Nahrungsmittel, die das Immunsystem und die Darmschleimhäute reizen könnten, vollständig gemieden (Eliminationsphase).

Zu meidende Lebensmittel sind:

• Gluten und Getreide (Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer, etc.)
• Sogenannte Pseudogetreide (Reis, Mais, Quinoa, Hirse, etc.)
• Milch und Milchprodukte
• Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Paprika einschl. Chili, Cayenne, Peperoni, Tabak)
• Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, etc.)
• Soja und Sojaprodukte
• Hefeextrakt
• Eier
• Nüsse und Samen (einschl. der daraus gewonnenen Öle)
• Alkohol
• Kaffee
• Zucker und Süßstoffe (in der Anfangsphase sollte auch sehr süßes Obst, insbesondere Trockenobst, gemieden werden)
• Raffinierte Pflanzenöle (Sonnenblumenkernöl, Rapsöl)
• Alle industriell verarbeiteten Lebensmittel
• Alle Nahrungsmittel, auf die man mit Allergien und Unverträglichkeiten reagiert

Falls Du diese Liste zum ersten Mal siehst, wird es Dir wahrscheinlich ähnlich gehen wie mir: „Was kann ich denn dann noch essen? Da bleibt ja praktisch nichts mehr übrig!“ Das stimmt natürlich nicht, aber es ist dennoch eine große Umstellung und verlangt nach mehr Planung beim Einkaufen und Vorbereiten der Mahlzeiten.

Erlaubte bzw. empfohlene Lebensmittel:

• Gemüse, besonders grünes Blattgemüse
• Obst in Maßen
• Fleisch (besonders Lamm, Rind und Wild) und Geflügel – am besten aus Freiland- bzw. Weidehaltung
• Fisch
• Innereien
• Pilze
• Probiotische und fermentierte Lebensmittel (z.B. selbstgemachtes Sauerkraut)
• Kokosnussprodukte
• Gesunde Fette tierischen (Schmalz) und pflanzlichen Ursprungs (Olivenöl, Avocadoöl)
• Kraftbrühe
• Stärkehaltiges Gemüse wie z.B. Süßkartoffeln, Yamswurzeln und Kochbananen in Maßen

Ich muss zugeben, dass ich der Paleo-Ernährung im Allgemeinen zunächst ziemlich skeptisch gegenüber stand. Sie klang sehr fleischlastig – und damit säurebildend – was ich nicht für positiv halte. In manchen (englischsprachigen) Rezeptbüchern gilt Speck mit Ei als das „typische Frühstück“ und ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass dies auf Dauer gesund sein soll. Die Menschen in paläolithischen Zeiten konnten sicher ebenfalls nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch essen, da die Jagd nicht immer erfolgreich war.
Außerdem wird die Paleo-Ernährung von vielen – fälschlicherweise? – als Low-Carb, also kohlenhydratarme Ernährung, verstanden. Für mich wäre das nichts. Nachdem ich mich jedoch eingehender mit dem Thema beschäftigt hatte, waren die meisten Zweifel ausgeräumt, vor allem, weil so viele Menschen positive Ergebnisse erzielt haben.

Normalerweise bin ich jemand, der von heute auf morgen alles komplett umstellen würde – nach dem Motto „ganz oder gar nicht“. Da ich jedoch im 7. Monat schwanger bin, kommt das momentan nicht in Frage. Deshalb habe ich mich für eine langsame Umstellung entschieden. Über Weihnachten und Neujahr habe ich kaum auf meine sonst ziemlich strikte Ernährung geachtet und auch z.B. Milchprodukte, Zucker und Hefe gegessen. Das soll nun wieder anders werden.

Für Januar/Februar habe ich mir also Folgendes vorgenommen:
• Kein Gluten und keine Getreide – für mich bedeutet dies vor allem, in Zukunft auf Hafer zu verzichten; glutenfrei zu essen ist für mich schon zur Normalität geworden
• Weniger Pseudogetreide
• Keine Milch und Milchprodukte
• Keine Nachtschattengewächse – eine Ausnahme mache ich diesen Monat allerdings noch für Kartoffeln; die anderen Nachtschattengewächse esse ich schon länger nicht mehr, aber Kartoffeln zu meiden fällt mir unheimlich schwer
• Kein Soja/keine Sojaprodukte
• Keinen Hefeextrakt
• Keinen Alkohol
• Keinen Kaffee
• Keinen raffinierten Zucker
• Keine raffinierten Pflanzenöle
• Ich habe eine Unverträglichkeit gegen Hefe, Milcheiweiß, Kokosnuss, Mandeln, Cashews, Maulbeeren, Buchweizen, Gluten, Rotbusch und bestimmte Weintrauben; diese werde ich auch meiden.

Außerdem habe ich vor, fast alles selbst zu kochen und neue (AIP-)Rezepte auszuprobieren. Ich bin gespannt, wie ich mich nach diesem Monat fühlen werde und wie schwierig es sein wird, mich an die Vorsätze zu halten. Ich werde regelmäßig hier auf dem Blog berichten! Möchtest Du mitmachen? Oder ernährst Du Dich sogar schon nach dem AIP-Protokoll? Wie sind Deine Erfahrungen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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